"Hass schüren ...und als Unfall verkaufen"? Wie Grauzone-Bands PEGIDA- und AfD-Inhalte verpacken

9.11.2015 19:00 Uhr Contrast, Joseph-Belli-Weg 11, 78467 Konstanz 19 Uhr

Vortragsreihe: "Leben im Imperativ oder was wir glauben sein zu müssen"

Die Debatte klingt so 2013. Doch sie ist buchstäblich brandaktuell. In einem Interview distanzierte sich Frei.Wild-Frontmann Philipp Burger von den Anschlägen auf Asylbewerber*innenheime und verurteilte fremdenfeindliche Einlassungen seiner Fans, die häufig auch als PEGIDA- und AfD-Anhänger*innen in Erscheinung treten. Der Fortschritt: Frei.Wild hat erkannt, welches Publikum bei ihren Konzerten mitgröhlt. Das ist aber noch immer kein Grund, die Band zu mögen, denn ein entscheidender Schritt bleibt aus: Zu begreifen, dass es eben verstärkt der Inhalt der eigenen Texte sowie das öffentliche Auftreten um die Frage, ob die Band denn jetzt rechts sei oder nicht, den Boden für eine Fankultur bereitete, die völkisches und nationalistisches Gedankengut nicht als rechts begreift. Wer Frei.Wild medial dafür kritisierte, wurde als System- oder Lügenpresse abgetan. Eine Strategie, die aktuell bei Verschwörungstheoretiker*innen, Rassist*innen sowie der AfD und PEGIDA beliebt ist. Unser Referent geht darauf ein, wie Frei.Wild sowie andere Grauzonebands völkisches, rechtes Gedankengut bedienen und verdeutlicht, welche Gefahren es birgt, wenn jene Ideen, die in solcherlei Texten propagiert werden, ihren Weg in den Alltag finden.

Weitere Fragen oder Anmerkungen?
Email an