Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung

24.11.2015 19:00 Uhr Raum D432 19 Uhr

Vortragsreihe: "Leben im Imperativ oder was wir glauben sein zu müssen"

Ist wirklich alles in Ordnung, wenn bei der pränatalen Untersuchung  keine Auffälligkeiten gefunden werden? Und was wenn doch? Als Feministin  für ein Recht auf Abtreibung einzutreten, bedeutet nicht zwangsläufig,  die hier entstehende Entscheidungssituation als Selbstbestimmung  wahrnehmen zu müssen.

Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den  emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen  Konzepts "Selbstbestimmung" in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie  sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte  ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von  "Lebensschützern" wieder aufgeflammt sind.

Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von  Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der  Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen  zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.

Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage,  wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von  Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

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